Villa, Berlin-Zehlendorf

Villa, Berlin-Zehlendorf

Projektbeschreibung

AUSGANGSBASIS & AUFGABENSTELLUNG

Ursprünglich wollten die Bauherren die alte Bestandsvilla nur umbauen. Nach diversen Untersuchungen entschied man sich jedoch für einen Neubau. Die Optik des Hauses sollte dabei erhalten bleiben und so entstand eine neue Stadtvilla mit klassischem Touch.

UMSETZUNG

Die Grundrisse der alten Villa wurden nahezu 1:1 auf den Neubau übertragen. Eingang und Zentrum des Hauses ist die Halle mit Treppenhaus. Den Bodenbelag bildet eine klassische Fliese in einem großzügigen Rautenmuster verlegt. Die Holztreppe mit Holzstabgeländer ist ebenfalls an klassische Vorbilder angelehnt und wurde vorab bis ins Detail geplant.
Von der Halle aus gelangt man in Arbeitszimmer, Küche und Wohnzimmer. Der rustikale Eichen-Holzboden dort stammt aus heimischen Wäldern und hat eine besonders rustikale Oberfläche. Wohn- und Esszimmer werden durch einen großzügigen Tunnelkamin getrennt. Der Kaminsockel wurde mit bronzierten Fliesen versehen, die im Verband verlegt wurden. Die Kaminverkleidung ist mit Betonspachteltechnik in dunkler Abtönung gestaltet. Der Wohnraum wird über Downlights und einer dimmbaren Lichtvoute aus Stuck beleuchtet. Um vielfältige Lichtstimmungen zu schaffen, ergänzen Stehleuchten das Beleuchtungskonzept.
In den Bädern sind alle Wände in Betonspachteltechnik gehalten. Auf den Böden findet sich das Rautenmuster wieder, jedoch in einem Mix aus grünen und hellen Fliesen. Über ein Ankleidezimmer erreicht man das Schlafzimmer, wo Bett ins Auge fällt: es hat ein Headboard in dunkelblauem Samt, das über die gesamte Breite des Raumes verläuf.
Im Dachgeschoss befindet sich das Arbeitsrefugium des Bauherren. Die hohe Raumhöhe inspirierte zur Leuchte „Cloud“. Ein Holzofen sorgt für Behaglichkeit. Die Wohnküche ist in einem vom Tischler entwickelten, schwebenden Sideboard unsichtbar verstaut und kann bei Bedarf aufgeklappt werden.


Planung:

2015

Fertigstellung:

2017

Mitarbeit:

Carolin Schaufel, 

Architekt: 

A&O Berlin

Fotos:

Michael Zalewski