Hotel Heimathafen auf Usedom

Der „Heimathafen“, ehemals „Hotel zur Boje“ befindet sich in Seebad Heringsdorf auf Usedom. Durch den Umbau wurde ein modernes Boutique Hotel mit nordisch-maritimem Charakter geschaffen. Insgesamt verfügt es über 29 Zimmer, einem Restaurant sowie einem kleinen Spa- & Gymbereich mit finnischer, Bio- und Infrarotsauna und separatem Yogaraum. Ziel des Umbaus war es die Grundrisse zu optimieren sowie dem Hotel durch ein neues Materialkonzept ein zeitloses Design zu verschaffen, gleichzeitig aber den alten Charme des Gebäudes zu wahren. Die Wände auf den Hotelzimmern erhielten eine nordische Brüstungsverkleidung, welche gepaart mit großen Kissen das klassische Headboard ersetzt. Die Kleiderschränke, Nachttische, TV-Konsolen und Waschtische überzeugen mit industriellem Design aus Stahl und Holz und wurden explizit für den Heimathafen entworfen. Die Intention war es Möbel zu kreieren, welche dem Raum mehr Großzügigkeit verleihen, gleichzeitig aber auch praktikabel und modern sind. Für mehr Wohnlichkeit sorgt das rustikale Landhausparkett in den Zimmern. Die blaue Tapete mit witzigen Schiffkutter-, Fisch- und Bojenmotiven, die gusseisernen Ankerhaken und das Bullauge in den Badezimmertüren brechen den Industrie-Look auf und verleihen den Zimmern den natürlich nordischen Flair. Das Treppenhaus und die Flure zeichnen sich durch ein minimalistisches Design aus, mit Teppichboden im Strick-Look, grauen Wände und Retroleuchten aus schwarzem Metall und Messing. Das Restaurant besticht mit einem Designklassiker aus den 50er Jahren von Carl Sasse, dem „Pinguin“ Stuhl. Die alten Steuerräder erhielten einen weißen Anstrich und wurden zu Lampen umfunktioniert. Die Wände wurden auch hier mit weißen Holzbrettern verkleidet und bilden einen schönen Kontrast zu der dunkelblauen Sitzbank in Samt und dem Buffet aus schwarzem Holz. Große Bambus-Leuchten runden das Design ab und verschafften dem Raum ein angenehmes Urlaubsfeeling.

Planungsbeginn: Januar 2018; Fertigstellung: September 2018; Mitarbeiter: Roya Zamankhan, Philipp Maaske; Praktikant: Paula Ziersch; Fotos: Henry Böhm