Hotel ODERBERGER im ODERBERGER STADTBAD, Berlin

Das historische Stadtbad wurde 2016 einer neuen Nutzung als Hotel, Schwimmbad und Veranstaltungsort zugeführt. Unsere Aufgabe war die Neugestaltung der öffentlichen Bereiche des Hotels.

EINGANG UND REZEPTION

Unter der Einbeziehung der historischen Materialien wurde zunächst der Empfangsbereich geplant. Die Tresen-front des Rezeptionstresens wurde aus den vorhandenen glasierten hellen Klinkersteinen hergestellt, diese wurden durch Betonsteine in exakt gleicher Form ergänzt. Durch den Farbwechsel entsteht eine Pixeloptik, die einen spannungsreichen Kontrast zur historischen Bausubstanz mit den schmiedeeisernen mit Fischen verzierten Gitterelementen bildet. Die gegenüberliegende Sitzbank für Gäste wurde korrespondierend zum Tresen ebenfalls aus der gleichen Materialität gemischt. Eingefasst sind Bank und Tresen in einen Eichenholzrahmen.

KAMINLOUNGE MIT BAR

Die Kaminlounge ist farblich in einem Anthrazitton gehalten und wird durch den archaisch wirkenden offenen Kamin mit rauer Betoneinfassung geprägt.

Gegenüberliegend ist der geschwungene Bartresen angeordnet. Die Front des Bartresens ist mit lackierten Messingblechen verkleidet. Die Glaskugelleuchten darüber wirken leicht und zeitlos modern. Die Loungemöbel sind ein Mix aus Sessel in einem warmen Orangeton kombiniert mit schweren Sofas in Chesterfieldoptik.

BIBLIOTHEK MIT FINE DINING

Der Bibliotheksraum, welcher für Veranstaltungen in kleinerem Rahmen nutzbar sein soll, erhält kräftigen Petrolton als Wandfarbe. Das Einbauregal mit den expressionistisch aufstrebenden Regalseiten bildet den Mittelpunkt des Raumes. Ein persischer Teppich vermittelt Gemütlichkeit.

HISTORIE:

Der damalige Stadtbaurat Ludwig Hoffmann lieferte 1897 konkrete Baupläne für ein Stadtbad an der Oderberger Straße, 1899 begannen die Bauarbeiten. Das Gebäude im Stil der Neorenaissance konnte am 1. Februar 1902 eröffnet werden. Sämtliche Verzierungen und Skulpturen wurden nach Vorlagen des Bildhauers Otto Lessing angefertigt.

Fertigstellung: März 2016; Freie Mitarbeit: Carolin Schaufel; Fotos: Martin Nicolas Kunz